Liebessucht

Liebessucht, was ist sie und leide ich darunter?

Liebessucht

Kann so etwas Schönes wie die Liebe zu einer Sucht werden und vollkommen Besitz von uns ergreifen, und sogar zur Liebessucht werden? Wie fühlt es sich an, wenn jede Entscheidung, jeder Gedanke, sogar jede einzelne Sekunde davon abhängt, was der andere Mensch sagt oder tut? Wann wird unser Gefühl, jemanden zu lieben, ungesund, und wie erkennt die Besessenheit? Wie kann man das dann überwinden?

Die Liebe ist auf eine bestimmte Weise unantastbar. Auf jeden Fall ist sie meist entgegen aller Kritik erhaben, im Übermaß schlecht zu sein. Es herrscht die allgemeine Meinung eher, dass unsere Gesellschaft an einem Mangel an echter Liebe leidet und viele nicht mehr bereit sind, sich für die Liebe einzusetzen oder für sie zu kämpfen. Doch auch wenn sie zu viel wird, kann es ein Problem geben, das zur sogenannten Liebessucht wird. Denn bei allem gilt die Dosis ist das Gift. Eins ist sicher, denn wenn Liebe zur Qual wird, dann stimmt da etwas nicht. Doch wie erkennt man die Besessenheit von der Liebe? Süchtige Liebe zeigt sich mit vielen Gesichtern: wenn man dem anderen alles zuliebe macht, ungesunde Aufopferungsbereitschaft, Verliebt sein, das der Gesundheit schadet über einen langen Zeitraum hinweg, Co-Abhängigkeit, Vergöttern eines unnahbaren Mannes oder einer Frau bis hin zur Sexsucht.

An der Entstehung der Liebessucht trägt keiner die Schuld. Eine unglückliche Beziehung ist nicht auf ein Versagen zurückzuführen, sondern aufgrund stark ausgeprägter neurotischer Muster in Beziehungen. Meist liegen die Ursachen die obsessive Liebe in der Kindheit, in traumatischen Erfahrungen, negativen Erfahrungen in Beziehungen und destruktiven Vorbildern in Beziehungen. Das gestörte Beziehungsverhalten manifestiert sich aber erst im Erwachsenenalter und wird mit den ersten Beziehungen sichtbar.

Wie man die Besessenheit erkennt: Eine Dame hatte bisher erfolgreich Single-Phasen vermieden, so schien ihr das Alleinsein nicht zu ertragen und nagte sehr an ihrem Selbstwert. In einer ihrer letzten Partnerschaften hatte sie schließlich Angst sich zu verlieben und die Verlustangst mit zu viel ausgefallenem Sex zu mindern versuch. Das ist ein typisches Verhalten bei Liebessucht, jedoch meist unerfolgreich. Sie war immer wieder besessen von ihm. Nach fünfeinhalb Jahren in einer unglücklichen Affäre mit einem verheirateten Mann und gefühlt 20 leeren Versprechen seinerseits, sich von seiner Frau zu trennen, ist sie zusammengebrochen und hatte suizidale Gedanken. Das war der Zeitpunkt, sich dann einzugestehen, dass an ihrer Art zu lieben etwas nicht stimmen kann und dass sie die Liebessucht überwinden muss. Ein einfühlsames Gespräch mit ihrem Internisten hatte den Stein ins Rollen gebracht und zu dieser Erkenntnis geführt.

Wie erkennst du, ob du liebesbesessen bist? Die Partnerschaft wird zum alles höchsten Lebensinhalt, ganz egal, wie gut sie in echt ist. Deine Gedanken kreisen ständig um die betroffene Person, um den Partner oder dein Objekt der Begierde. Die Gedanken können so gut wie nicht mehr aufgehalten werden und die Liebessucht treibt dich dazu, einen immer höheren emotionalen Einsatz zu zeigen. Was der andere denkt, sagt und tut wird zum großen Maßstab. Der von Liebesbesessene orientiert sich nur noch am Partner, er passt sein Aussehen, die Gewohnheiten, Meinungen an die des Partners an – ohne irgendetwas davon zu hinterfragen. Er lebt von und für die Liebe des anderen, und unterwirft sich der Liebe völlig.

Das Alleinsein wird zur Bedrohung: Eine Liebessucht erkennt man auch daran, dass die betroffenen Personen im Glauben leben, ohne den Partner oder Geliebten nicht leben zu können. Daraus entwickelt sich die Sehnsucht, jede Stunde mit dem anderen verbringen zu wollen und Trennungen zu vermeiden. Ein ungesundes Klammern wird zum Alltag. Du hast Verlustängste: Aus der permanenten Angst, verlassen zu werden, kommt eine zu starke Eifersucht. Das Vertrauen fehlt und es wird durch Kontrolle ersetzt. Aus Sorge, andere könnten die Liebe streitig machen, werden alle anderen Kontakte des Partners von der an Liebessucht leidenden Person als Konkurrenz betrachtet.

Die Person hat zu wenig Selbstwertgefühl: Der Partner oder Angehimmelte ersetzt das eigene, wenig ausgeprägte Selbstwertgefühl. Die Überzeugung, dass der andere alles ist und man selber nichts wert ist, verfestigt sich. Somit gibt die geliebte Person dem Liebessüchtigen eine Identität. Er wird zum Symbol des Lebens, der einem selbst den Sinn im Leben gibt. So wird eine Frau fast ganz von ihm eingenommen und emotional abhängig oder auch umgekehrt ein Mann auch von einer Frau – kein Geschlecht ist mehr oder weniger zur Liebessucht verschont.

Man schadet sich damit nur selbst, wenn man Beziehungen hat und diese nicht verlassen will, obwohl über lange Zeit sichtlich geworden ist, dass die Beziehung der von obsessiver Liebe betroffenen Person schadet. Jedoch ist diese Person nicht in der Lage, sich zu trennen. Als Geliebte lässt man sich über Jahre hinwegtrösten, man deutet Rückschläge immer positiv und erhofft sich immer mehr, und malt sich etwas aus. Dabei werden Symptome wie Depressionen, Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen nicht ernst genommen. Auch an solchen Phasen kann man sehen, dass man besessen von einem Mann ist. Zudem wird häufig der berufliche Bereich vernachlässigt, da alle Kraft in die Liebe konzentriert wird. Durch die Fixierung auf diesen Menschen werden alle anderen Kontakte vernachlässigt. Zu Freunden oder Bekannten, die sich besorgt oder kritisch zu der Liebe äußern, wird der Kontakt abgebrochen.

Macht die Liebe blind? Für die Betroffenen fühlt sich die Liebe echt und richtig an – schließlich gesteht man sich die obsessive Liebe nicht ein. Sie sind nur zu der Leidenschaft und Aufopferungsbereitschaft in der Lage. Oft macht die eigene Überzeugung, wirklich lieben zu können, immun gegen Kritik und führt sogar zu Gefühlen der Überlegenheit. Anders Liebende werden als durchschnittlich Liebende abgestempelt. Wann Liebessucht anfängt, ist vom Grad des Verhaltens abhängig, wie man sich selbst schadet. Die Trennung zwischen echter Liebe und Liebessucht ist nicht einfach. Schließlich sind es Welten zwischen der innigen Liebe bis hin zur totalen Aufopferung.

Die romantische Liebe als Leitbild wird heutzutage nicht selten so verstanden, für den anderen alles zu tun. Aussagen wie „Er ist mein Ein und Alles“ bringen es auf den Punkt. Doch eine gesunde und glückliche Beziehung sollte aus einem Gleichgewicht im Verhältnis von Geben und Nehmen bestehen. Daher sollte man ernsthaft versuchen, eine Liebessucht zu bekämpfen. Kein Partner sollte seine Identität nicht vom anderen abhängig machen, er sollte als Person unabhängig bleiben, sich auf eine Beziehung einlassen können, ohne sich zu verlieren und aufzugeben. Eine reife Liebe und Beziehung zeichnet durch Vertrauen aus, gegenseitigem Respekt, der Fähigkeit, den Partner in seiner Entwicklung zu unterstützen und eine gemeinsame Basis zu entwickeln. Zu wissen, wie man Besessenheit erkennen kann, ist daher äußerst wichtig, um der Sucht entgegenwirken zu können.

Wie kannst du die Liebessucht heilen?

Solange von Liebessucht Betroffene von der Richtigkeit ihres Handels überzeugt sind, können die Außenstehenden wenig bewirken. Liebevoll besorgte Freunde kommen nicht weit mit ihren Bemühungen, die Argumente gehen ins Leere, das selbstschädigende Verhalten zu beenden wird vom Betroffenen ignoriert. Wie bei allen Süchten, ist der Versuch, den Betroffenen davon zu überzeugen, sich aus der ungesunden Beziehung zu befreien, ein nahezu hoffnungsloses Unterfangen. Doch wie kann man die Besessenheit offenbaren, wenn die Liebessüchtigen sie sich nicht eingestehen wollen?

Es ist am Ende so, dass sie erst in Phasen des eigenen Zweifelns an die Beziehung kritische Meinungen zulassen und eine Änderung in die eigene Hand nehmen, um die Liebessucht zu überwinden.

Mit der Liebe zu einem Partner sollen alte Verletzungen heilen, Einsamkeit und innere Leere. Große Defizite sind am besten mit Hilfe von psychotherapeutischer Begleitung zu behandeln.

Um sich nicht wieder zu vergraben, ist es sehr ratsam, die neue Erkenntnis über die eigene Liebessucht mit einer vertrauten Person im Freundeskreis zu bereden. Es ist nie zu spät, alte Beziehungsmuster umzulernen.

Liebessucht ist Gift für eine Beziehung. Kennst du die Situation? Eine halbe Stunde ist es jetzt schon her, dass du ihm die Nachricht geschickt haben. Er hat sie gelesen und er war online. Aber warum antwortet er nicht? Ich muss mich ablenken, irgendetwas anderes machen und nicht immer auf das Handy starren. Warum schreibt er nicht? Bestimmt schreibt er gerade mit einer anderen. Oder er hatte einen Unfall! Am besten ich rufe ihn gleich an. Nur um sicher zu sein. Nein, dann denkt er wahrscheinlich, ich laufe ihm nach. Ohne ihn bin ich nichts, er ist mein Ein und Alles!

Wer solche oder ähnliche Gedanken hat, kann von Liebessucht besessen sein. Dabei ist das Warten auf einen Anruf oder eine Nachricht nur eins der Symptome. Meist sind es Frauen, die eine solche besessene Liebe entwickeln, auch wenn es unter den Betroffenen männliche Kandidaten gibt.

Was bedeutete es denn überhaupt nun süchtig vor Liebe zu sein? Unter Liebessucht versteht man die Abhängigkeit von den Gefühlen des Partners, die mit dem ständigen Wunsch nach Bestätigung und Gemeinsamkeit einhergeht. Dahinter steht meist die Überzeugung, nur durch diese Bestätigung eine ganze Person zu sein und sich vollwertig zu fühlen. In der Folge geben Betroffene die eigene Freiheit komplett auf.

Wenn du die vier folgenden Aspekte kennst, solltest du bei dir die Alarmglocken läuten, weil Sie auf das Verhalten eines Süchtigen hinweisen:

Unterordnung

Wer unter Liebessucht leidet, ordnet die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche ganz denen des Partners unter. Sogar der eigene Alltag wird nach ihm ausgerichtet. Hat er Zeit, wird alles andere verschoben oder sogar abgesagt. Wichtig ist einzig und allein, dass der Mensch sich gut fühlt, darum stimmen Betroffene in allen Fragen der Meinung des Partners zu. Sie warten darauf, dass er die Richtung vorgibt und geben sich ganz und völlig auf. Der andere soll entscheiden, was man isst, was man an Unternehmungen am Wochenende machen will, und er bestimmt, wohin man in den Urlaub geht. Seine Meinung ist der Maßstab für alles.

Isolation

Wann hat sie zuletzt ein Wochenende allein mit der besten Freundin verbracht? Lange her, denn er will nicht gerne allein bleiben. Außerdem man gar nicht das Bedürfnis, andere Menschen zu treffen. Er war aber in letzter Zeit öfter mit seinen Kumpels unterwegs, während sie allein zu Hause auf ihn gewartet hat. Dass das unausgeglichen ist, liegt auf der Hand. Wer seinen Freundeskreis aufgibt, um nur noch Zeit mit dem Partner zu verbringen, liebt süchtig und zu intensiv. Wer diese obsessive Liebe empfindet, verzichtet auch auf Einladungen und Termine, weil er auf einen Anruf des Partners wartet oder weil er verfügbar sein will, wenn der Partner gerade das Bedürfnis nach einem haben sollte. Alles andere ist nicht wichtig.

Du hast Angst vor Verlust und klammerst

Von Liebessucht eingenommene Menschen sehen den einzigen und wahren Lebenssinn nur in der Beziehung. Die Sorge, etwas zu sagen oder zu tun, das nicht die Zustimmung des Partners erzielt, führt bei ihnen zur ständigen Trennungsangst. Ein Leben ohne den anderen erscheint nicht wert, zu leben und ist nicht vorstellbar, daher muss man möglichst jede Minute gemeinsam verbracht werden. Die Folge ist ein zu krasses Klammern. Zieht sich der Partner dann zurück, kann das Panikattacken, Depressionen oder Schlafstörungen zur Folge haben.

Liebessüchtige beziehen ihr Selbstwertgefühl und ihre Identität nur aus der Zustimmung und Zuneigung des Partners. Ohne diese fühlen sie sich wertlos. Egal wie schlecht der Partner einen behandelt, der Betroffene stellt sich nicht die Frage „Soll ich mich trennen?“, da er dazu nie in der Lage ist. Selbst wenn er merkt, dass ihm die Beziehung jede Energie raubt und ihm nicht guttut, bleibt er in dieser Situation. Denn ohne die geliebte Person, über die sich sein Wert definiert, fühlt er sich leer.

Was kann man als Partner eines Liebessüchtigen tun? Leidet der Partner darunter, ist das auch für das Objekt der Begierde nicht leicht. Diejenigen berichten von einem Gefühl, erdrückt zu werden. Sie fühlen sich in eine Rolle gedrängt, in der sie sich nicht befinden wollen. Die Erwartungen, die der andere stellt, sind zu hoch für einen normalen Menschen: Wie soll man es ertragen, ganz allein für Glück und Unglück eines anderen Menschen verantwortlich zu sein? Die folgenden Strategien können beiden helfen, wenn der Partner unter krankhafter Liebe leidet:

Unterstützung

Was ein liebessüchtiger Partner braucht, ist vor allem Unterstützung auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben an deiner Seite. Mache ihm immer wieder klar, dass er geliebt wird und dir sein Glück am Herzen liegt. Zeige, dass du dir nichts mehr wünschst als ein aktives, selbstbestimmtes Leben für den anderen. Motiviere ihn zu eigenen Unternehmungen und fordere ihn auf, sich mit Freunden zu treffen. So hilfst du ihm dabei, sich aus der Abhängigkeit und der Liebessucht zu lösen und gewinnst gleichzeitig mehr Freiraum für dich selbst.

Offene Gespräch

Spreche mit deinem Partner offen darüber, wie sehr du sich durch seine Eifersucht und sein Klammern eingeschränkt fühlst. Vermittle ihm, dass du freiwillig und gerne mit ihm zusammen bist, aber nicht jede Minute deines Lebens erreichbar sein willst. Plädieren für mehr Vertrauen, weil Kontrolle nichts mit wahrer Liebe zu tun hat

Gemeinsame Planungen gegen Liebessucht

Wollt ihr ein romantisches Wochenende verbringen und plant einen Städtetrip? Dann fordere den Partner auf, ein Ziel und ein Hotel für die Unternehmung zu zweit auszusuchen. Mache hier klar, dass du diesmal nicht die Richtung vorgeben willst, sondern neugierig auf seine Sichtweise sind. Akzeptiere das ausgewählte Ziel ohne jede Kritik. Dieses Vorgehen kannst du auf jeden Lebensbereich übertragen. Ziehen dich zurück von Planungen und Vorgaben. Lasse den anderen die Führung übernehmen. So hilfst du dem Liebessüchtigen, sich über deine eigenen Wünsche klar zu werden und kannst gleichzeitig die Rolle des Anführers ablegen.

Paartherapie

Hole dir Hilfe, wenn du mit der Liebessucht des Partners allein überfordert bist. Eine Paartherapie kann helfen, Defizite und Potenziale auf beiden Seiten zu identifizieren und eingefahrene negative Verhaltens- und Denkmuster zu durchbrechen. Nützt das nichts, kann letzte Ausweg die Trennung sein.

Wie kannst du dir mit Liebessucht selbst helfen?

1. Du kannst allein aktiv werden

Gibt es etwas, das du schon immer einmal tun wolltest, aber nie getan hast, weil dein Partner keine Lust dazu hatte? Gehe los und tu es! Für den Anfang kannst du kleine Schritte machen. Besuche alleine ein Museum, gehe zum Shopping in die Stadt oder lerne tanzen. Werde aktiv, und zwar ohne deinen Partner. Etwas Neues zu probieren stärkt das Selbstvertrauen, und das ist auch die Grundlage für den Weg aus der Liebessucht. Auch eine neue Sportart zu lernen kann hilfreich sein, denn beim Sport nehmen wir den eigenen Körpersehr bewusst wahr und konzentrieren uns ganz auf uns selbst. So stärken wir sowohl das Körperbewusstsein als auch die Selbstwahrnehmung und beides ist sehr wichtig, wenn man die krankhafte Liebe loswerden möchten.

2.Selbstvertrauen entwickeln

Da der Grundstein der Liebessucht der Gedanke ist, allein nichts wert zu sein, ist es absolut wichtig, dass du ein starkes und stabiles Selbstwertgefühl entwickelst. Du allein bist genug, du brauchst niemanden, der ständig bestätigt, dass du liebenswert bist. Nimm an Workshops und Coaching-Runden zum Aufbau von deinem Selbstbewusstsein teil. Wenn es dir alleine nicht gelingt, die Liebessucht zu überwinden, musst du dir therapeutische Hilfe holen. Nur so kannst du eine gleichberechtigte Beziehung führen, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert.

3.Grenzen setzen, Wünsche erkennen

Hören in dich hinein. Wo liegen deine Grenzen? Welches Verhalten deines Partners willst du tolerieren, was ist dir zu viel oder zu wenig? Lerne dich besser kennen und vergleiche deine Wünsche mit der aktuellen Situation. Auch das stärkt dein Selbstvertrauen und hilft dir dabei, die Liebessucht loszuwerden. Mit der Zeit wirst du erkennen, dass du eine liebenswerte Person bist, die sich die Zuneigung des anderen nicht verdienen muss. Akzeptiert dein Partner deine neuen Grenzen nicht, solltest du die Beziehung lieber beenden.

4.Kontakte pflegen und die Liebessucht ablegen

Ändere deine Isolation. Vernachlässige deine Freunde und Familie nicht. Nimm Sie wieder Kontakt auf, treffe dich regelmäßig mit Freunden. So baust du dir nach und nach wieder ein eigenes Leben auf und bekommst Unterstützung auf deinem Weg aus der Liebessucht.

5.Selbsthilfegruppe finden

Wege aus der Sucht sind immer lang und mühsam. Wenn du mit deiner obsessiven Liebe nicht allein fertig wirst, gehe zu einer Selbsthilfegruppe. Hier lernst du gemeinsam mit anderen Betroffenen, dass du ganz allein für dein Glück verantwortlich bist.

Ist ein Partner involviert, leiden beide in der Beziehung. Der Süchtige, weil er nie genug bekommt und sein ganzes Leben auf den anderen ausrichtet, und der andere, weil er sich eingeengt mit unerfüllbaren Erwartungen fühlt. Ständig erreichbar sein, alles entscheiden müssen und der Mittelpunkt des Universums für den anderen sein. Will das Paar die Beziehung auf Dauer am Leben erhalten, müssen beide daran arbeiten, die Liebessucht zu überwinden.

Zusammengefasst kannst du das tun:

Als Betroffener

  • Aktivitäten ohne Partner starten
  • Selbstvertrauen entwickeln
  • Eigene Wünsche erkennen
  • Kontakte zu Freunden und Familie pflegen
  • Selbsthilfegruppe finden

Als Partner

  • Unterstützung zu einem selbstbestimmten Leben bieten
  • Offen darüber reden
  • Entscheidungen an den anderen abgeben
  • Paartherapie starten
  • Letzter Ausweg: Trennung
Marius Heischner

Marius Heischner

Testredakteur